Beziehungen

„Einmal hin- und nie wieder weggehen wollen,
bleiben, und doch irgendwann nicht wiederkommen.
Was dazwischen liegt, wird Beziehung genannt, glaube ich,
die Zeitdauer zwischen einem ersten Mitkommen
und dem letzten Weitersuchen.“

Jan Drees “Letzte Tage, jetzt“

You don't know me

Der erste Eindruck prägt, das ist nur allzu menschlich. Was aber, wenn man sich nicht die Mühe macht, darüber hinaus einen Menschen kennen zu lernen sondern sich begnügt mit dem, was man glaubt über jemanden zu wissen?

Muss ein ernster Mensch immer auch unglücklich sein?
Habe ich nichts zu sagen, wenn ich lieber schweigen will?
Ist man gleich einsam, wenn man manchmal lieber alleine bleibt?

Es ist bequem, nur das zu sehen, was man sehen will. So ist das Leben einfacher, man stellt keine Fragen und muss nicht weiter darüber nachdenken. Was man dabei allerdings vergisst, sind die verpassten Chancen, die verlorene Zeit und das schlechte Gewissen, sich mit Oberflächlichkeiten begnügt zu haben und einem anderen Menschen so vielleicht Unrecht getan zu haben.

A Year in a Life

remembering
Five hundred twenty-five thousand
Six hundred minutes.
How do you measure, measure a year?

In daylights? In sunsets? In midnights?
In cups of coffee?
In inches? In miles? In laughter? In strife?

Five hundred twenty-five thousand
Six hundred minutes!
Five hundred twenty-five thousand
Journeys to plan.
How do you measure the life
of a woman or a man?

In truths that she learned?
Or in times that he cried?
In bridges he burned?
Or the way that she died?

Five hundred twenty-five thousand
Six hundred minutes.
How do you measure, measure a year?

Changes

Just because everything is different doesn’t mean that everything has changed
„Du hast dich verändert.“

„Nein“ ist meine zögerliche Antwort nach einem langen Schweigen. „Das bin immer noch ich.“

„Aber die Leute mit denen du früher zusammen warst, die Partys, auf denen man dich getroffen hat…Was ist daraus geworden?“

„Seltsam, dass du das ansprichst. Denn genau in deren Begleitung war ich nie ich selbst und auf eben diese Veranstaltungen habe ich nie richtig hingehört“ Und mit einem nachdenklichen Blick ergänze ich: „Dieser Mensch war ich nie“

„Und jetzt? Bist du da, wo du sein willst? Sind die Menschen in deinem Leben die, zu denen du gehörst? Bist du glücklich?“

„Ja“ ist alles was ich darauf erwidere während ich meinen Kopf langsam auf seine Schulter fallen lasse und zufrieden die Augen schließe.

„Vielleicht lerne ich dich gerade erst richtig kennen“ ist seine Antwort und ich lächle sanft.

Ghosts

The ghosts of the past are what keeps me awake at night. I close my eyes and can only hope that in time they'll disappear. Just like you did, then.
And so I run and try to keep up but it's never enough. Cause you are everywhere. No matter how hard I try.

Sad, isn't it? That I still care and wonder what could have been while you moved on without looking back. We both knew I would be the one with the broken heart this time but I never thought I would fall so fast and hard. Drowned in an ocean of memories, lost in a sea of tears.

You're the one ghost I tried to fight but never faded. The one who remains at the end of the day when all I wish is to let go and be free. Finally. So why can't you just let me?

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
The day we said goodbye you promised to never hurt me again.
You don't have to. Ghosts are forever.

Novembertage

Der erste Schnee in diesem Herbst erinnert mich an die vergangene Stille.

Begegnungen

Der Regen hatte uns alle zusammengeführt, für eine Stunde standen wir uns unter der Kuppel des kleinen Pavillons gegenüber und schauten flehend in den violetten Abendhimmel. Über uns die dunklen Regenwolken und unter uns der verlassene Park, der noch am Nachmittag zahlreich besucht war.
Da waren wir, mir gegenüber ein Paar, das mit bunten Bändern und Stäben jonglierte, neben mir ein Vater mit seinen beiden Töchtern, denen er Fackeln bastelte und durch deren Licht man fast eine gewisse Lagerfeueratmosphäre verspürte und schließlich zwei junge Männer in schweren Ledermänteln, die sich mit einem Six-Pack "Mixery" betrinken wollten.
Es war still, niemand sagte etwas. Verträumt blickten wir alle in die Ferne und lauschten dem Flackern der Fackeln und den niederprasselnden Regentropfen. Dann verschwanden die dunklen Wolken und wir gingen weiter, jeder in eine andere Richtung. Ohne ein Wort.

today's top: Literarischer Weltenführer

globebook
Wer gerne wissen möchte, welcher Roman an welchem Ort spielt, der sollte unbedingt auf diese Seite klicken:

Handlungsreisen

Einer meiner absoluten Lieblingslinks und sehr hilfreich, wenn ich spontan nach einem Buch suche, dass an einem ungewöhnlichen Ort spielt oder ein bestimmtes Flair haben soll.

You shouldn't have

Du hast mich nun gefunden. So lange nachdem. Noch immer hattest du es also versucht, obwohl ich dich bat, nicht nach mir zu suchen.

spurenspurenspuren

Und wie du siehst, habe nicht nur ich Spuren hinterlassen. Auch du hast dich heute nicht unbeobachtet bewegt. Aber das wolltest du ja auch gar nicht. Oder doch?

The dust has only just began to form

Schattenregen

Was machst du, wenn es Schatten regnet?
Was machst du, wenn die Sonne weint?
Was machst du hier in meinem Leben?
Lass mich los, doch lass mich nicht allein!

X-mas Blues

new-Kopie
Ein seltsamer, süßlicher Duft weht derzeit durch die Straßen und ungewöhnliche Klänge füllen die Räume und Plätze dieser Stadt. Und so sehr ich mich auch dagegen wehre, selbst im Radio und im Fernsehen hat die „Last Christmas“ – Welle längst die Macht ergriffen. Also hole ich widerwillig meine verstaubte Lichterkette und die Kerzen aus den Kartons und schiebe ein Blech mit Plätzchenteig in den Backofen während ich den Glühwein erwärme.
Ja, Weihnachten rückt unaufhörlich näher und auch mir wird nun schlagartig bewusst, dass ich mich dem nicht länger entziehen kann.

In diesem Sinne: Schönen 3. Advent!

Und was ist Glück für dich?

Was ist glücklich sein für dich?

Glück ist immer der Moment davor. Die Sekunde vor dem Moment, in dem ich eigentlich glücklich sein sollte, in dieser Sekunde bin ich gücklich und weiß es nicht.

Judith Hermann (Sommerhaus, später)

No more drama

Wir kennen uns ein Leben lang, doch bis zu einer Freundschaft vergingen Jahrzehnte. Oft geredet, freundlich gegrüßt, gemeinsame Wege gegangen. Und doch ist es nur ein kleiner Teil seines Lebens, den ich bisher für mich entdeckte.
Es ist unkompliziert in seiner Nähe zu sein, unbeschwert und aufrichtig. Seine Art zu sprechen, seine Bewegungen, seine Gedanken- ohne Verbitterung und Neid.
In seinem kindlichen Gemüt sieht er sich gerne als Held und von außen betrachtet ist er das auch. Denn sein Charme, sein sicheres Auftreten und das Strahlen seiner Augen verzaubern.
Auch mich.
Doch neben all den Rollen, die er für andere einnimmt, ist er auch der unsichere, unterschätzte Mensch, den er versucht zu verbergen. Und vielleicht mag ich diese Seite sogar noch mehr an ihm.
Was ihn und mich heute ausmacht, könnte ich nicht mehr schätzen.

real love

Er: Come on, I´m sweeping you off your feet
hartje
Sie: Sad part is, you kind of are...

© by Krizzz

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