No more drama

Wir kennen uns ein Leben lang, doch bis zu einer Freundschaft vergingen Jahrzehnte. Oft geredet, freundlich gegrüßt, gemeinsame Wege gegangen. Und doch ist es nur ein kleiner Teil seines Lebens, den ich bisher für mich entdeckte.
Es ist unkompliziert in seiner Nähe zu sein, unbeschwert und aufrichtig. Seine Art zu sprechen, seine Bewegungen, seine Gedanken- ohne Verbitterung und Neid.
In seinem kindlichen Gemüt sieht er sich gerne als Held und von außen betrachtet ist er das auch. Denn sein Charme, sein sicheres Auftreten und das Strahlen seiner Augen verzaubern.
Auch mich.
Doch neben all den Rollen, die er für andere einnimmt, ist er auch der unsichere, unterschätzte Mensch, den er versucht zu verbergen. Und vielleicht mag ich diese Seite sogar noch mehr an ihm.
Was ihn und mich heute ausmacht, könnte ich nicht mehr schätzen.

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chrizzz (Gast) - 16. Nov, 21:55

Rückblickend

Nachdem ich diesen Text schon mehrmals intensiv gelesen habe, nutze ich dieses Mal, um es auch dir mitzuteilen. Es hat mich echt erstaunt als ich zum ersten mal hier war und mir sämtliche Texte durchgelesen habe. Ständig habe ich mir Brücken gebildet und mir in Gedanken vorgestellt wen du damit meinen könntest. Es hat Spaß gemacht, alles hat sich sehr sanft lesen lassen und die poesie kannte ich vorher bei weitem nicht so von dir. Dies ist eine ganz andere Seite von dir, die ich leider nie richtig kennen lernen konnte. Einerseits ist es schade, andererseits aber auch spannend. Nicht vergessen darf ich aber das Adjektiv "traurig", denn wer einige Hintergründe kennen würde, wüsste wovon ich schreibe. Es hat Spaß gemacht mehr von dir erfahren zu haben. Ich hoffe es bleibt nicht auf diesem Stand und ich kann noch mehr von dir lesen oder sogar hören. Ich glaube wir sind inzwischen in einem Alter, in dem wir schon reden können. Ich freue mich schon auf solch eine Situation in der wir endlich "offen" sein können. liebe Grüße von ...

Krizzzz (Gast) - 16. Nov, 23:57

Damals warst du still

Über den Asphalt weht ein seltsamer Wind. Gerade so, als wollte er deine Worte noch ein bisschen näher an mein Herz herantragen und die Schwere des Tages verwehen. Und doch ist sie noch immer da, diese Traurigkeit. So viele Worte, die ich nie zu sagen wagte und Tränen, die ich zu stolz war zu weinen. Aber manchmal, da macht sich niemand die Mühe genauer hinzuschauen, tiefer zu blicken als jede andere Person, um zu entdecken, was kein anderer für wichtig genug hielt, zu finden. Und so bleibt man stumm.

Es ist seltsam, dir all das zu schreiben, aufwühlend und schön. Zu wissen, du hast all diese Erinnerungen und Erlebnisse gelesen und empfunden, was nur du empfinden kannst, weil du mich kennst und so viel von mir weißt.
Es fehlt mir, mit dir zu reden. Ja, miteinander sprechen wäre schön. Irgendwann, nicht heute.

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