my life unplugged

X-mas Blues

new-Kopie
Ein seltsamer, süßlicher Duft weht derzeit durch die Straßen und ungewöhnliche Klänge füllen die Räume und Plätze dieser Stadt. Und so sehr ich mich auch dagegen wehre, selbst im Radio und im Fernsehen hat die „Last Christmas“ – Welle längst die Macht ergriffen. Also hole ich widerwillig meine verstaubte Lichterkette und die Kerzen aus den Kartons und schiebe ein Blech mit Plätzchenteig in den Backofen während ich den Glühwein erwärme.
Ja, Weihnachten rückt unaufhörlich näher und auch mir wird nun schlagartig bewusst, dass ich mich dem nicht länger entziehen kann.

In diesem Sinne: Schönen 3. Advent!

Save it for a rainy day

Summer in the city? Von wegen!

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Normalerweise kann man sich hier im Süden von Deutschland ja eigentlich nicht über das Wetter im Allgemeinen beschweren, doch vielleicht trifft es einen gerade deshalb umso härter, wenn es dann wirklich einmal tagelang regnet.
Schon seltsam, welche Verhaltensmuster man annimmt, sobald jegliche Outdoor- Aktivitäten ihren Reiz verlieren und man sich an seinen freien Tagen irgendwie beschäftigen will.
Plötzlich beginnt man zu kochen, aufzuräumen und stundenlang zu telefonieren. Und dann will man nur eben die Mails abrufen, was am Ende allerdings doch wieder dazu führt, dass man anschließend noch auf einigen Sites stöbert und innerhalb von einer Stunde die Vorräte bei Amazon aufkauft.
Ich konnte heute morgen den Postboten richtig fluchen hören, als er mir die bestellten Bücher vor die Tür gelegt hatte. Der Ärmste musste deshalb bestimmt einen Anhänger an sein Fahrrad montieren.

Bastelkünste

Aus mehreren, mir heute nicht mehr nachvollziehbaren Gründen, habe ich mich an diesem Wochenende dem Druck der PR- und Werbeeinflüsse gebeugt und die Bundesgartenschau besucht. Und da der zwanzig- minütige Anfahrtsweg die Schmerzgrenze nicht übersteigt, habe ich widerwillig die 14€ Eintritt bezahlt.
Leider wandelten sich die großen Erwartungen schnell in Enttäuschung um, denn das versprochene Großereignis stellte sich eher als ein überdimensionaler Bio- Anschauungsunterricht dar.

Wenigstens das Wetter war wunderschön, teilweise sogar zu schön, denn nach einer Stunde hatte wirklich jeder den ersten Sonnenbrand. Viele Besucher kamen deshalb auch schnell auf die Idee, sich aus den Buga- Lageplänen einen Hut zu basteln oder aber sie nahmen einfach den Regenschirm als Sonnenschutz. Wir wollten ersteres probieren und falteten lustig drauf los. Doch als nach einer halben Stunde immernoch keiner eine Art Kopfbedeckung kreieren konnte, wurde es langsam peinlich. Vorallem weil aus den Resten bereits die tollsten Figuren entstanden. Aber ein einfacher Hut wollte einfach nicht gelingen. Aber das war dann auch schon egal, denn erst brach eine Art Wolkenbruch über uns hinein und anschließend wurden wir von riesigen Hagelkörner fast erschlagen.
Tja, wie sagt man doch gleich: War schön, machen wir nicht noch mal!

Soundtrack meines Lebens

Irgendwie gibt es doch im Leben eines jeden Lieder, die einfach mit bestimmten Erinnerungen, Ereignissen und Emotionen untrennbar zusammenhängen. Und wenn man diese Songs dann zufällig im Radio hört, driftet man unweigerlich in die Vergangenheit ab und denkt zurück an gewisse Situationen und Menschen. Meinen persönlichen Soundtrack kann ich jetzt allerdings durch einige Lieder ergänzen, denn durch Zufall habe ich eine Webseite entdeckt, wo man alle Nr.1 Hits eines jeden Tages der letzten Jahrzenhte zurückverfolgen kann:

What was No 1 on the day you were born? yahoo

Am 22.02.1984 war das demnach "Relax" von Frankie goes to Hollywood und "Jump" von Van Halen
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Damit kann ich ganz gut leben... Wenn man bedenkt, dass heutzutage Lieder von DJ Ötzi oder Schnappi die Charts anführen, sollte man nicht so undankbar sein.

Perspektivenwechsel

Zum Abschluss der Leipziger Buchmesse, die einige skurile Auftritte lieferte und Prominente zeigte, die ihre schauderhaften Schreibversuche als anspruchsvolle Literatur anzupreisen versuchten, war es vor allem eine Autorin, die mich mit ihrem Auftritt in der Sendung "Leipziger Buchnacht" (19.03.05, 3Sat) nachhaltig begeistert hat.
Denn während sich die Herren in dieser illustren Runde geradezu divenhaft präsentierten, rettete Else Buschheuer durch ihre frische und ausgefallene Art nicht nur die Sendung sondern wohl auch die teilweise hilflosen Maderatoren vor einem Debakel. Die großartigen Autoren Kempowski und Safranski hatten nämlich wenig Lust zu verbergen, wie ungern sie an dieser Talkrunde teilnehmen und vorallem Kempowski schien regelrecht angewidert von den übrigen Schriftstellern und deren Werke. Da machte es richtig Spaß, die ausgefallenen Erzählungen von Frau Buschheuer über ihre Zeit in New Yorker WGs und die Tatsache, dass ihr Buch "Venus" laut MTV schon 400 mal gestohlen wurde, zu hören.

Neugierig durch diesen Fernsehauftritt, habe ich im Net eine interessante Seite von ihr gefunden, deren Herzstück ihr New York Tagebuch ist. Nicht nur der ausgefallene Schreibtstil hat mich begeistert, speziell die Möglichkeit, durch das Weblog einer Autorin auch einmal deren Perspektive zu Kritiken Auftritten und Interviews zu erfahren, ist doch sehr interessant und unterhaltsam.

Feuchte Bekanntschaft

Wirklich ein grandioser Samstagmorgen! Nicht nur das ein mehr als korrekter Mensch dachte, mir einen einfachen Brief per Einschreiben schicken zu müssen und ich den dann natürlich nicht an einem Freitagmorgen entgegen nehmen konnte...So musste ich mich also nach einer kurzen Nacht aus dem Bett quälen und ans andere Ende der Stadt fahren, um diesen bedeutungslosen Brief abzuholen.
An der Poststelle angekommen, stand natürlich eine derart große Menschenmenge in der Warteschlange, dass sie nicht einmal mehr in die Filiale passte. Wenigstens hatten Mitarbeiter der Post Gummibärchen und diese Duftsticker verteilt.
Was mich aber mehr als das Warten störte, war, dass diese schreckliche Person hinter mir, aus mir unbegreiflichen Gründen derart dicht aufrückte, dass ich voller Ekel den feuchten Atem im Nacken spürte. Aargh!!! Als ob man so schneller drankommt.

Kulturschock

Ich arbeite jetzt schon mehr als ein Jahr als "Brezen"-Verkäuferin (in diesen ausgewaschenen orangenen Uniformen sehe ich übrigens verdammt heiß aus!!) im Olympiastadion des FCB und dachte eigentlich, bereits alle möglichen Fans mit ihren Eigenarten kennengelernt zu haben. Aber heute war Mainz zu Gast und hat mir eine nette Abwechslung beschert.
Es war nämlich wirklich angenehm, eine Nordkurve zu erleben, die nicht wie üblich Hassparolen auf äußerst aggressive Art artikuliert, sondern einfach nur Spaß hatte an dem Spiel und trotz Niederlage nie die gute Laune verloren hat.
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Etwas ungewöhnlich fanden wir Münchner allerdings diese Karnevalskostüme, denn mit dieser so genannten "5.Jahreszeit" kann man hier nicht besonders viel anfangen.
Und trotzdem oder vielmehr gerade deswegen: Sehr erfrischend und wahnsinnig sympathisch!

Fernsehen...

......wird immer langweiliger.
Und wenn man dazu noch auf die Idee kommt, einen gesamten Tag einfach nur mal nichts zu tun und somit zwangsweise den Fernseher nebenher laufen lässt, dann beginnt man doch sehr stark zu zweifeln! Da mein Studienfach aber gößtenteils Medienforschung beinhaltet, fühlte ich mich dann doch dazu verpflichtet, mir die unterschiedlichsten Formate in deren qualvoller Länge anzusehen. Und was soll ich sagen...So ein Sonntag kann wirklich verdammt lang sein!!
Natürlich gibt es soetwas wie künstlerische Freiheit aber manches sollte man sich einfach verkneifen. Zwei Highlights, die garantiert immer wiederkehren sind einmal die Tatsache, dass, wann immer ein Kind davonläuft oder entführt wird, es garantiert einen Teddy dabei hat, den es geschickt an der Stelle verliert, an dem die Suchenden fast aufgeben wollten. Natürlich wendet sich alles zum Guten. Das zweite dramaturgische Meisterwerk findet sich vorallem in amerikanischen Produktionen: Der tragische Held scheint am Boden, doch dann steht ein Verbündeter aus einer großen Menge aus und beginnt wahlweise zu klatschen oder den Namen zu rufen. Ihm folgen dann nacheinander alle anderen und es kommt ganz "unverhofft" zu einem happy end. Ja, das ist ganz großes Kino!
So ein grandioser Tag kann natürlich nur mit RTL abgeschlossen werden. Dort ist die einzige Überraschung im Programm, ob Günther Jauch oder Oliver Geissen irgendeine Show moderiert, die sowieso die gleichen Gäste und Einspieler beinhaltet. Und als Highlight wird dann wohl wieder ein Soap Star für das musikalische "Vergnügen" sorgen. Heute abend also die Kombination Jauch und Catterfeld. Ich glaub ich schalte besser ab und lese dafür ein Buch.

Jahreszeiten

Wann genau ist es eigentlich winterlich kalt geworden? Habe ich mich nicht letzte Woche noch bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen im Park vergnügt?
Und nun gehe ich morgens aus dem Haus und ein kalter Wind bläst mir ins Gesicht. Die Menschen sind plötzlich von weitem kaum noch zu indentifizieren und die niedrigen Temperaturen lassen nur selten Gesichtszüge erkennen.
Nun ja, vielleicht sollte man die Vorteile dabei sehen, schließlich hat der Kampf um die Bikinifigur nun ein Ende, denn in diesen überdimensionalen Jacken wirkt wirklich jede Figur walzenförmig. Zudem spart man sich mühevolles Frisieren, da die Wollmütze sowieso jedes Styling zerstört. Natürlich ist es bedauerlich, die mühsam erkämpfte Urlaubsbräune unter dicken Rollkragenpullovern zu verstecken...aber naja, bei dem miesen Sommer ist man ja eh blass geblieben.
Hoffentlich lässt wenigstens der erste Schnee noch etwas auf sich warten.

the closest thing to crazy

Was für ein herrlicher Samstagmorgen! Und was könnte es da Schöneres geben, als sich in das Getümmel bei Tengelmann zu stürzen?
Ich mag diese kleinen Geschäfte in der Innenstadt und am liebsten kaufe ich dort samstags ein, denn dann ist es mit Sicherheit derart überfüllt, dass man sämtliche Nachbarn endlich wieder sieht.
An die Weihnachtsdekoration seit September habe ich mich ja mittlerweile auch gewöhnt und ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich bei all den Schokonikoläusen noch nicht schwach geworden bin. Aber der heutige Blick ins Regal hat mich dann doch etwas verwirrt. Nachdem ich also gedanklich noch einmal alle Feiertage eines Jahres chronologisch eingeordnet hatte, kam ich zu dem Schluss: Die bunt gefärbten Ostereier sind wahrscheinlich doch noch etwas verfrüht. Vielleicht verstehe ich aber auch das Konzept dahinter einfach nicht aber Ostereier im Oktober? Nun ja, ich gehe erstmal weiter.
Vorbei an den Zeitschriften muss ich an die Werbung für die Brigitte denken. Pünktlich zur Buchmesse hat die nämlich eine extra Beilage mit den Neuerscheinungen des Herbstes und die hätte ich schon gerne. Doch der Blick zur Kasse stimmt mich nachdenklich. Mindestens zehn weitere Kunden stehen noch an und mich verlässt schließlich der Mut. (Was sollen denn die Nachbarn denken?) Ich könnte die fragenden Gesichter und das Kichern hinter vorgehaltener Hand einfach nicht ertragen. Völlig unzufrieden gehe ich also wieder und auf dem Weg zu meiner Wohnung ärgere ich mich jetzt doch über meine Feigheit und die Tatsache, dass mich die Ostereier derart verwirrt haben, dass ich kaum etwas eingekauft habe und hoffentlich mit meinen Vorräten über den Sonntag komme.

© by Krizzz

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